OLYMPUS OMD E-M1


Markteinführung Oktober 2013 

Verfügbar bis 2. Quartal 2018

Unverb. Preisempfehlung 1099,00 €

 

Einleitung

 

Das erste OMD E-M5, war eine bahnbrechende Kamera, sowohl für Olympus als auch wohl für die Käufer. Das macht dem E-M1 das Leben etwas schwerer, denn sie muss nicht nur zum E-M5 passen, sondern sie auch übertreffen. Olympus hat die E-M1 nämlich als Nachfolger seiner Reihe von Semi-Pro-DSLRs positioniert. 

 

Merkmale

 

Wie üblich hat Olympus einige neue Funktionen hinzugefügt, darunter das Color Creator-Tool und die HDR-Funktion in der Kamera. Aber es sind die grundlegenderen Änderungen, die den Unterschied ausmachen. Das größere Gehäuse gibt dem E-M1 etwas mehr Platz, um Bedienelemente hinzuzufügen, und das 2x2-Steuersystem ermöglicht den Zugriff auf fast jede Tasteneinstellung, während die Kamera in der Nähe des Auges liegt. Und zwar auf eine Art und  Weise, die man nur bei den besten DSLRs findet.

 

Der hochauflösende Sucher ist sehr gut und bietet ein sehr DSLR-ähnliches Bild der Welt. Die überzeugende Größe und die schnelle Bildwiederholrate machen die Bedienung sehr angenehm.

Die  ersten Eindrücke der Fokussierung waren bereits sehr positiv und sie bleiben es auch nach wochenlanger Nutzung. Der kontinuierliche AF scheint deutlich verbessert zu sein und natürlich ist die Einzel-AF-Aufnahme mit den MFT-Objektiven immer noch atemberaubend schnell.

Bildqualität

 

Die E-M1 bietet die exzellente Bildqualität, die Sie von einer Kamera im Semiprofi-Level erwarten würden. Der MFT-Sensor ist kleiner als die APS-C-Sensoren einer Nikon D7100 und Canon EOS 70D Peers, aber der Unterschied ist im realen Leben eigentlich nicht mehr zu erkennen. Sie müssen die E-M1 gegen eine Vollformatkamera antreten lassen, um wirklich einen signifikanten Unterschied in der Bildqualität zu sehen – und selbst das ist schwer. 

 

Die Kamera bietet eine Reihe von nützlichen Videoaufnahmefunktionen, darunter eine zuverlässige Bildstabilisierung für Filme, die Option für ein externes Mikrofon und einige lustige Videoeffektmodi. Jeder, der sich ernsthaft mit Videografie beschäftigt, wird jedoch wahrscheinlich von der schlechten Detailauflösung im Videomodus enttäuscht sein. Die Olympus-Ingenieure haben eindeutig auf Videofunktionen geachtet, aber es ist ihnen nicht gelungen, einen qualitativ hochwertigen Videomodus anzubieten, der die zufrieden stellt, die sie am liebsten benutzen würden.

 

System

 

Die Verfügbarkeit von MFT-Objektiven ist beinahe grenzenlos, zumindest ist fast alles für jeden verfügbar. Viele der Objektive sind abgedichtet und lichtstarke Festbrennweiten sind ebenfalls etabliert am Markt. Man kann ein Wochenende mit dem E-M1 und dem 12-40mm F2.8 verbringen, oder eine 17mm F1.8 mitnehmen – die E-M1 fühlt sich jeweils an wie eine ganz andere Kamera

 

Meinung

 

Die E-M1 spielt eine Doppelrolle: Zum einen gilt sie wie eine unverwüstliche und professionelle Kamera, zum anderen ist sie eine leichte und alltagstaugliche Kamera, die immer überall mit hin kann.  Und damit ist sie genau das, was sie sein soll: Der Nachfolger der E-5 und der Aufstieg von der E-M5.

 

Die vollständige Individualisierbarkeit einer DSLR in eine MFT-Kamera zu integrieren, könnte ein Problem für den E-M1 darstellen. Ein Großteil der Attraktivität von MFT liegt darin, eine leichtere, schlankere Alternative zu einer DSLR anzubieten, aber das Hinzufügen so vieler Möglichkeiten könnte sie für den einen oder anderen zu groß werden lassen. In Wirklichkeit ist die E-M1 immer noch kleiner als eine DSLR, dazu mit beeindruckender Haptik und perfekter Bedienbarkeit gesegnet. Es gibt in dieser Klasse nur wenige Alternativen zur Olympus OMD E-M1. 

 

Vorteile

 

+ Wetterfestes Gehäuse in wirklich schönem Retro-Design

+ Exzellente Bildqualität

+ Korrektur von chromatischen Aberrationen bereits in der Kamera

+ Umschalter um einige Tasten doppelt zu belegen

+ Beinahe endlose Möglichkeiten zur Individualisierung

+ Heller und scharfer elektronischer Sucher 

+ Einfache Wi-Fi-Konnektivität für die Fernsteuerung und einfache Übertragung von Bildern auf ein mobiles Gerät.

+ Color Creator stellt weitere Verarbeitungsoptionen in der Kamera zur Verfügung

+ Erstellung von Zeitraffer in der Kamera

+ Alle Funktionen einer Semi-Pro-DSLR in einem kompakten Gehäuse.

 

Nachteile

 

- Das Bedienmenü wirkt auf den ersten Blick überwältigend, aber auch hier sehr intuitives Super Control Panel verfügbar

- Nur ein SD-Kartensteckplatz

- Keine herausragende Videoqualität