PENTAX K200D


Markteinführung April 2008 

Verfügbar bis 1. Quartal 2009 

Unverb. Preisempfehlung 749,00 €

 

Die Pentax K200D konkurriert bei Ihrer Markteinführung in 2008 in einem sehr überfüllten Segment. Alle Hersteller haben in den letzten Jahren die Anzahl der Features und die Qualität ihrer Kameras erhöht und das Einstiegssegment ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. War der Schritt, den Pentax vom K100D zum K200D machte, genug, um eine ernsthafte Alternative zu den großen Jungs in dieser Klasse des Marktes zu bleiben? Wie so oft gibt es keine einfache Antwort, aber die K200D ist sicherlich ein sehr rundes Paket. 

 

Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend und ein schöner Kontrast zum Fisher-Price Kunststoff, den man manchmal in den Händen hält, wenn man eine billige DSLR testet. Die K200D ist bei Markteinführung die einzige Einstiegskamera, die mit einem hochwertigen LCD-Display und einem staub- und spritzwassergeschützten Gehäuse ausgestattet ist. Kombiniert man dies mit dem größten Sucher im Segment, gibt es sehr wenig zu beanstanden.

 

In Bezug auf die Ausstattung ist die Pentax ein bisschen inkonsequent. Zum einen wird mit einem CCD-Shift-System, der Staubabscheidung und dem Pentax 11-Punkt-Safox VIII AF-System geworben, dafür fehlt aber ein Live-View-System. Die meisten direkten Konkurrenten der K200D bieten diese Funktion seinerzeit hingegen an. Man muss also selbst entscheiden, ob eine Live-Ansicht für Ihre Fotografie unerlässlich ist oder doch nur ein weiteres Gimmick, auf das man verzichten kann.

 

Die Bildausgabe der K200D ist ebenfalls wie ein zweischneidiges Schwert. Betrachtet man zum ersten Mal die JPEG-Bilder, stellt man fest, dass in der Standardeinstellung häufig übertrieben scharfe und leicht übersättigte Bilder mit sichtbaren Artefakten und gezackten Diagonalen entstehen. Um aber fair zu sein: die JPEGs sind nicht unbrauchbar, aber sie sind einfach nicht ganz so gut wie die Ergebnisse einiger Wettbewerber.

 

Glücklicherweise gibt es jedoch zwei Möglichkeiten, dies zu umgehen. Entweder ändert man die Standardeinstellungen individuell, oder man fotografiert im RAW-Modus. Bei letzterer Variante wird man sehr angenehm überrascht sein. Mit den richtigen Einstellungen ist die K200D in der Lage, saubere, sehr detaillierte und gestochen scharfe Bilder zu erzeugen, die selbst die anspruchsvollsten Pixel-Peeper zufrieden stellen sollten.

 

Alles in allem reichen die hervorragende Bildqualität, die aus den RAW-Dateien der Kamera herausgeholt werden kann, die Ausstattung, die Verarbeitungsqualität und das gute Gesamtfunktion aus, um die K200D zur Markteinführung sehr empfehlen zu können. Lediglich die Frage, ob ein Live-View notwendig ist und man bereit ist, im RAW-Format zu fotografieren, sollte vor dem Kauf entschieden werden

 

Vorteile

 

+ Herausragende Verarbeitungsqualität und Haptik für die Klasse

+ Abgedichtetes Gehäuse

+ Effiziente Bildstabilisierung im Gehäuse

+ Schulterdisplay, leider ohne Hintergrundbeleuchtung

+ Größter und hellster Suche im Segment

+ Kabellose Blitzsteuerung

+ Intuitive und einfache Menüsteuerung

+ Optinal erhältlicher Batteriegriff, der das Handling noch verbessert

+ 11-Punkt-AF, genauer und schneller Autofokus

+ Feinabstimmung des Weißabgleichs

+ Einstellbare Rauschunterdrückung

+ Exzellente, scharfe und saubere Bildergebnisse bei der Aufnahme von RAW-Dateien

+ Einstellbare ISO-Automatik bis ISO 3200

 

Nachteile

 

- Originale JPEGs sind zu kontrastreich, zu scharf und verschmiert.

- Kein LIVE View

- Wenig Direktfunktionen, aber einfaches Menü

- Langsame Seriengeschwindigkeit und kleiner Puffer

- Keine Video-Funktion